Zwei Gedichte & zwei Kurzgeschichten. Jeweils welche von beiden gefällt mehr?

24. Januar 2012 – 03:39
mehr glück als verstand
von h.koppdelaney

Frage von Νέμεσις: Zwei Gedichte & zwei Kurzgeschichten. Jeweils welche von beiden gefällt mehr?
Welches der beiden Gedichte gefällt euch besser? Gleiche Frage hinsichtlich beider Kurzgeschichten…

Gedichte:

1. Melancholie
Beseelte Tränen auf heißen Wangen
bezeugen wie ich meine Seele begrab.
Auf ewig in grauer Trauer gefangen,
endlose Trübnis sie endlos umgab.

Wozu das Sein, wenn ich könnt nur schreien?
Verlassen vom Leben, der Tod lädt mich ein.
Will mich aus seiner Umklammerung befreien.
Dem Hassen ergeben, kann fühlen nur Pein.

Entsage den Schmerzen
und strebe zum Licht.
Erblühe wie Kerzen
beim jüngsten Gericht.

Vom Tod erhält man keinen Lohn,
erhält man einzig Herzenleid,
so stürze ihn von seinem Thron.

Verdammte Tropfen auf des Regens Geheiß,
über die Scheibe wandernd im traurigen Kleid,
doch bergen auch Hoffnung, der Preis für den Fleiß.

2. Falscher Ausweg
Der Klarsinn beginnt sich von neuem zu streuen.
Zu dumm, um noch etwas zu bereuen!
Von allen Seiten nur schallendes Gelächter;
Fühle mich wie des Irrsinns erster Pächter.

Die Zeit steht still – schier eingefroren.
Maden des Zweifels beginnen sich in mich zu bohren.
Wieso nur all die Pein zerrissener Herzen?
Zerrend und fordernd – unbeschreibliche Schmerzen!

Mein atmender Geist betört von des Irrsinns Glanz.
Ich singe und frohlocke, während ich mit den Schwingen des Wahnsinns tanz.
Geifernde Fratzen greifen nach mir –
züngelnde Zungen von unendlicher Gier.

Kann mich nicht bewegen; sie reißen an meinem Schopf.
Verwirrung, Wut, Angst, … Erlösung – die Kugel im Kopf.

Kurzgeschichten:

1. Das Auge
Ich stand nur da und lauschte, ohne wirklich hören zu können und sah, ohne Augen zu besitzen, um zu sehen. Dennoch sah ich mehr als alle Augen dieser Welt zu sehen vermocht hätten. Ich wurde geboren wie so viele andere auch geboren wurden und wuchs heran, wie es all meine Brüder und Schwestern taten. Ich spürte die vielen Leben im Leben um mich herum und dennoch war ich ausgegrenzt, gehörte nicht dazu und fühlte mich allein. Ich war ein vom Leben ausgestoßenes Geschöpf – zur Einsamkeit verdammt.

Als fleischgewordenes Auge Res war ich angewiesen auf dessen Gaben, so spärlich er sie auch verschenkte. Auf jeden Moment der Wärme folgte unausweichlich einer der Kälte. Res Lächeln stärkte mich, ließ mich wachsen und erwärmte mich, dennoch verstand auch er nicht das Wesen meines Selbsts und seine Gaben erschienen mir maßlos, mehr als ein einzelnes Geschöpf aufzunehmen imstande war, so dass mir durch seine große Güte mein anderes Lebensgut genommen wurde. Es verging Zeit, wie viel vermag ich nicht zu sagen, da es keine Einheiten gibt, welche die Zeit für mein Leben verständlich machen könnten, sie reichte jedoch aus, um mich krank zu machen. Es dürstete mich so sehr, dass ich nicht einmal mehr die Schönheit und das Glück allen anderen Lebens um mich herum spüren konnte. Mein Ende war nah.

Doch ohne es zu ahnen, war es plötzlich da. Zunächst vermochte ich es nicht wahrzunehmen, da mich meine Schmerzen von der stofflichen Welt abgrenzten. Von einem Augenblick zum anderen wurde mein Durst regelrecht hinweg gespült. Hastig saugte ich mein flüssiges Lebenselixier auf und versuchte so gut es nur ging Reserven anzulegen. Dann nahm ich sie wahr, ich weiß nicht wie, aber ich spürte sie einfach – Blicke. Da war etwas, das mich ansah, etwas, das Macht über Leben und Tod hatte. Ich wusste, dass es mich mühelos würde vernichten können. Für einen Moment verspürte ich Angst, doch das Wesen war einfach nur da, verharrte und ich spürte seine Präsenz ganz nah und vollkommen. Spürte den Hauch seines warmen Atems auf meiner Haut, welcher mich wie ein sanfter Windhauch erzittern ließ. Nie zuvor hatte ich das Gefühl, dass mir etwas so nah war. Es machte mich nervös und ließ mich innerlich beben. Würde es mich berühren, möglicherweise gar doch mein Leben beenden? Doch es geschah nicht und irgendwann war das Wesen so unverhofft verschwunden, wie es aufgetaucht war.

Es dauerte jedoch nicht lang und es suchte mich erneut auf und das nur zwei Kälteperioden später. Ich habe seine Anwesenheit sofort wahrgenommen. Die Blicke, die auf mir lasteten waren prüfend und neugierig zugleich. Aber ich spürte wie das Wesen so etwas wie Entzückung empfand. Was fand es nur an mir? Ich war eines von vielen Augen Res. Wieder schenkte es mir neue Lebenskraft, in Form der kalten Flüssigkeit, die mir Re zu nehmen beabsichtigte. Ich fragte mich nicht zum ersten Mal weshalb Re mir dieses mir so wichtige Lebenselement nicht gönnte. Verspürte er gar Neid auf mein Dasein? Oder hatte ich ihn mit meinen Gedanken erzürnt? Es spielte jedoch kaum noch eine Rolle für mich, da dieses mir wohlgesonnene Wesen immer wieder bei mir erschien und mich verwöhnte. Ich wusste nicht, womit ich seine Güte verdient hatte, aber ich genoss jeden Augenblick. Es berührte mich, streichelte sanft über meine Haut, was ein wohliges Kribbeln in meinem gesamten Körper auslöste.

Irgendwann spürte ich, wie sich mein Gesicht der Welt öffnete und ich lächelte ihr ent

Beste Antwort:

Answer by bauermartin16
gedicht 1

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  1. 2 Kommentare zu “Zwei Gedichte & zwei Kurzgeschichten. Jeweils welche von beiden gefällt mehr?”

  2. Am besten ist das erste Gedicht.

    Von sunstar zu 24.01.2012

  3. Gedicht eins u. Kurzgeschichte zwei;-)))

    Von Jarial zu 24.01.2012

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